Neue Studie: Erzeugernetzentgelte verfehlen ihre Ziele bei Offshore-Wind

 

Die vom BWO beauftragte Studie von Neon Neue Energieökonomik untersucht die Auswirkungen von Erzeugernetzentgelten auf die Offshore-Windenergie. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die vorgesehenen Instrumente einen Beitrag zur Entlastung der Stromnetze und zur Senkung der Netzkosten leisten können.

Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass Erzeugernetzentgelte, darunter auch Baukostenzuschüsse, bei Offshore-Wind kaum eine produktive Lenkungswirkung entfalten. Anders als bei anderen Investitionen werden Standort, Netzanschluss und Anschlusskapazität von Offshore-Windparks staatlich geplant und vorgegeben. Zusätzliche Entgelte können daher keine netzdienliche Standortwahl anreizen, sondern wirken vor allem als zusätzlicher Kostenfaktor für Projekte.

Zudem zeigt die Studie, dass Erzeugernetzentgelte die Kosten der Offshore-Windenergie erhöhen und damit perspektivisch auch die Gebote in künftigen Differenzvertrags-Ausschreibungen (CfDs). Da die Mehrkosten in diesem System letztlich vom Bund getragen werden, würden die Entgelte faktisch zu einer indirekten Netzfinanzierung über den Bundeshaushalt führen. Die erhoffte Entlastung der Verbraucher wird entsprechend zu einer Mehrbelastung der Steuerzahler.”

Über den BWO

Der Bundesverband Windenergie Offshore e.V. (BWO) ist die politische Interessenvertretung der Offshore-Wind-Branche in Deutschland. Wir bündeln die fachliche Expertise der Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von den Herstellern über die Entwickler und Betreiber bis hin zu den Dienstleistern der Offshore-Windenergie. Für Politik und Behörden auf Bundes- und Landesebene ist der BWO zentraler Ansprechpartner zu allen Fragen der Windenergie auf See.