Maritimer Raumordnungsplan stellt Klimaschutz in den Fokus

4. August 2021

„Der neue maritime Raumordnungsplan geht aus unserer Sicht in die richtige Richtung. Zielkonflikte zwischen den unterschiedlichen Nutzungsarten wurden angemessen berücksichtigt, ohne dabei die gemeinsamen Klimaschutzziele aus den Augen zu verlieren.

Seit der letzten Fortschreibung des Raumordnungsplans im Jahr 2009, hat die Flächenkonkurrenz in der Nord- und Ostsee zugenommen. Gleichzeitig holt uns der Klimawandel ein und wir müssen dafür sorgen, dass Deutschland schnellstmöglich – spätestens aber bis 2045 – klimaneutral wird. In den kommenden Jahren wird es deshalb einen weiter steigenden Bedarf an Flächen für Offshore Windprojekte in der Nord- und Ostsee geben.

Großes Potenzial bietet hier aus unserer Sicht die Ko-Nutzung, für die wir insbesondere bei Flächen, die aktuell ausschließlich für militärische Zwecke genutzt werden, zusätzliche Möglichkeiten sehen.“

(Stefan Thimm, Geschäftsführer BWO e.V.)

Hintergrund:
Das für die Raumordnung in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der Nord- und Ostsee zuständige Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat den neuen Plan heute per Rechtsverordnung erlassen. Die vorbereitenden Verfahrensschritte zur Fortschreibung des Plans wurden zuvor im Auftrag des BMI vom Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie (BSH) durchgeführt. Die Raumordnung hat die Aufgabe, die unterschiedlichen Interessen von Offshore-Windkraft, Schifffahrt, Militär, Fischerei sowie Umwelt- und Naturschutz in Einklang zu bringen.

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